Dokumentenverarbeitung arbeitet mit Verträgen, Anträgen, Patientenakten und Gehaltsabrechnungen. Wo diese Software läuft, ist deshalb keine reine IT-Frage. Es entscheidet darüber, wer auf Ihre Daten zugreifen kann und welches Recht gilt.
Vier Optionen im Überblick
| Eigenes Rechenzentrum | Souveräne Cloud | Öffentliche Cloud | Hybrid | |
|---|---|---|---|---|
| Wo die Daten liegen | Auf Ihren Servern | Bei einem europäischen Anbieter, unter europäischem Recht | Bei einem globalen Anbieter, oft außerhalb der EU | Teils auf Ihren Servern, teils in der Cloud |
| Kontrolle | Vollständig | Hoch, vertraglich gesichert | Eingeschränkt | Je nach Aufteilung |
| Betrieb | Ihre IT | Der Anbieter | Der Anbieter | Geteilt |
| Aufwand zum Start | Höher | Gering | Gering | Mittel |
| Typisch für | Behörden, Justiz, Gesundheitswesen, Banken | Organisationen mit strengem Datenschutz und wenig eigener Infrastruktur | Unkritische Daten, schnelle Tests | Sensible und weniger sensible Prozesse nebeneinander |
On-Premises: das eigene Rechenzentrum
Die Software läuft auf Ihren eigenen Servern. Dokumente und Daten verlassen Ihr Netzwerk nicht.
Was dafür spricht: volle Kontrolle, keine Abhängigkeit von einem externen Anbieter, leicht nachzuweisen gegenüber Prüfern und Datenschutzbeauftragten.
Was zu bedenken ist: Sie brauchen eigene Hardware und ein Team, das das System betreibt und aktualisiert. Mehr Kapazität aufzubauen, dauert.
Cloud: öffentlich oder souverän
In der Cloud betreibt ein Anbieter die Infrastruktur. Sie nutzen sie, ohne selbst Server zu betreiben.
Was dafür spricht: schneller Start, keine eigene Hardware, die Kapazität wächst mit der Menge.
Was zu bedenken ist: Bei globalen Anbietern werden Daten oft außerhalb der EU verarbeitet und können fremdem Recht unterliegen, etwa dem US CLOUD Act. Eine souveräne Cloud löst das: Sie wird von europäischen Anbietern unter europäischem Recht betrieben, mit vertraglich gesichertem Datenschutz.
Hybrid: das Beste aus beidem
Hybrid heißt: Sensible Dokumente werden im eigenen Rechenzentrum verarbeitet, weniger sensible in der Cloud. Oder das System läuft On-Premises und nutzt die Cloud nur für Spitzen. So bekommt jeder Prozess die Umgebung, die er braucht.
Fünf Fragen für Ihre Entscheidung
- Wie sensibel sind die Dokumente? Gesundheitsdaten, Personalakten und Gerichtsakten gehören meist ins eigene Rechenzentrum oder in eine souveräne Cloud.
- Welche Regeln gelten? DSGVO, Branchenvorgaben und interne Richtlinien können bestimmte Optionen ausschließen.
- Was bringt Ihre IT mit? Eigene Server und eigenes Personal machen On-Premises einfacher. Ohne beides ist eine souveräne Cloud oft die bessere Wahl.
- Wie stark schwanken die Mengen? Starke Spitzen sprechen für Cloud oder hybrid.
- Wie schnell wollen Sie starten? Ohne eigene Hardware steht eine Cloud-Umgebung meist schneller.
Wie IDA und JAIDE laufen
IDA und die KI-Kollegen JAIDE laufen dort, wo Sie es möchten: im eigenen Rechenzentrum, in einer souveränen Cloud mit deutschen Partnern oder hybrid. Ihre Daten bleiben unter europäischem Recht. Als deutsches Unternehmen unterliegen wir nicht dem US CLOUD Act.
Unsere Managementsysteme sind nach ISO 27001 (Informationssicherheit) und ISO 9001 (Qualität) zertifiziert. Mehr zu Vertrauen und Souveränität.
Häufige Fragen
Was bedeutet On-Premises?
Die Software läuft auf den eigenen Servern Ihrer Organisation, im eigenen Rechenzentrum. Die Daten verlassen Ihr Netzwerk nicht.
Was ist eine souveräne Cloud?
Eine Cloud, die von europäischen Anbietern unter europäischem Recht betrieben wird. Die Daten bleiben in Europa und unterliegen keinem fremden Zugriff wie dem US CLOUD Act.
Ist On-Premises immer sicherer?
Nicht automatisch. Es bietet die meiste Kontrolle, aber Sicherheit hängt auch von Betrieb und Updates ab. Eine souveräne Cloud mit zertifiziertem Betrieb kann genauso sicher sein.
Sprechen wir über Ihre Umgebung
In einem Gespräch finden wir gemeinsam heraus, welche Umgebung zu Ihren Dokumenten und Ihrer IT passt.
